Chinesisch lernen - gar nicht so schwer!


Entgegen den weitläufigen Behauptungen ist es nicht sehr schwer Chinesisch zu lernen. Man muss sich lediglich vom europäischen Sprachgefühl freimachen und offen sein für eine Sprache, die logisch strukturiert ist und aus Zeichen statt Buchstaben und wichtigen Betonungen besteht.

In China gibt es sehr viele Dialekte, so dass sich Bewohner verschiedener Gebiete Chinas sprachlich kaum oder nur sehr schwer miteinander verständigen können. Teilweise werden in Landessprache ausgestrahlte Filme im Fernsehen deshalb untertitelt, um sie in der ganzen Volksrepublik verständlich senden zu können. Diese Dialekte eint lediglich die Schrift, die überall gleich ist. 1955 wurde aus diesem Grunde eine Amtssprache, die sich Mandarin “Putonghua” nennt, eingeführt.

Viele tausend chinesische Schriftzeichen, die sich auf den ersten Blick teilweise nur unwesentlich unterscheiden, machen für das europäische Auge diese Schrift kompliziert und unerlernbar. Hier hilft es nur, mit viel Fleiß, Ausdauer und Konsequenz an die Erlernung der wichtigsten Schriftzeichen heranzugehen. In der deutschen Sprache ist es üblich Buchstaben zu einem Worte, dann wiederum zu einem Satz zusammenzusetzen. Dies ist in der chinesischen Sprache und Schrift völlig anders. Ein Zeichen ergibt gleich mindestens ein Wort, für viele Worte gibt es gleich mehrere Schriftzeichen, die dann auch gleichzeitig die differenzierten Eigenschaften dieses Wortes in leicht abgeänderten Schriftzeichen jeweils ausdrücken. Es gilt also nicht Buchstaben, sondern gleich ganze Worte zu erlernen.

Ein weiterer großer Unterschied neben den Zeichen im Vergleich zu Buchstaben zwischen chinesischer und deutschen Sprache ist, dass die Betonung eines Wortes im Chinesischen diesem Wort in verschiedenen Betonungen eine völlig andere Bedeutung ergibt. In der deutschen Sprache ist diese Differenzierung nicht möglich, hier werden die Satzaussagen lediglich durch Satzschlusszeichen unterschieden in Aussage, Frage oder Befehl. Diese vier Töne zu differenzieren und richtig anzuwenden ist die eigentliche Aufgabe für den chinesisch lernenden Europäer, da hierdurch erst der Sinn der gebildeten Sätze entsteht.

Deklinationen und Konjunktionen gibt es im Chinesischen nicht, daher ist die Grammatik leicht zu erlernen.

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